Navigationssytem
Wer sich heute um ein Navigationssystem bemüht, denkt dabei in der Regel an mobile Geräte, die sich sowohl für den Einsatz in Kraftfahrzeugen als auch bei anderen Gelegenheiten benutzen lassen. Viele der heute üblichen Handys und Handheldcomputer verfügen über eingebaute GPS-Empfänger und können mit der passenden Software auch als mobiles Navigationssystem verwendet werden. Der Vorteil dieser mobilen Geräte besteht zum größten Teil darin, dass diese sich ortsunabhängig und transportabel einsetzen lassen. Da sie bei der Navigierung aber ausschließlich auf den Datenempfang via GPS angewiesen sind, kann es bei Übertragungsschwierigkeiten oder bei schlechten Empfangsverhältnissen auch zu Ausfällen bei der Navigierung kommen. Auch in stark bebauten Innenstädten mit engen Straßenschluchten oder in längeren Tunneln ist eine Navigierung, die nur auf GPS-Daten aufbaut, nicht absolut zuverlässig. Abbiegehinweise kurz vor oder nach Tunnelausfahrten zum Beispiel können mobile Navigationsgeräte in der Regel nicht zuverlässig geben.
Stationär eingebaute Navigationssysteme findet man häufig in Kraftfahrzeugen. Diese stationären Geräte können zusätzlich zum standardmäßigen GPS-Empfang auch Odiometrie-Daten verarbeiten und somit die Positionierung und die zurückgelegten Strecken des Fahrzeuges anhand der Radumdrehungen ermitteln. Damit können empfangsschwache Bereiche wie zum Beispiel Tunnel sehr gut überbrückt werden. Außerdem sind fest installierte Navigationssysteme reaktionsschneller, weil sie nicht erst den passenden GPS-Sender anpeilen müssen. Der Nachteil liegt hier aber darin, dass diese fest eingebauten Geräte nur in diesem Fahrzeug zur Verfügung stehen und bei einem Fahrzeugwechsel nicht mitgenommen werden können.
Inzwischen gibt es einige mobile Geräte, die bereits mit einem elektronischen Kompass und integrierten Beschleunigungssensoren arbeiten, sodass zumindest eine kurzfristige Empfangsschwäche überbrückt werden kann.