Atzenbrillen

Woher stammen die Atzenbrillen?

In den 1950er Jahren wurden die sogenannten Fliegerbrillen erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Schließlich trugen die Piloten der US-Navy diese Accessoires, um sich während ihres Jobs gegen starke UV-Strahlung zu wappnen. In den 1980er Jahren erlebten diese Brillen in Deutschland dann eine absolute Renaissance, angefeuert durch amerikanische Film- und Fernsehproduktionen wie „Top Gun“, „Miami Vice“ oder „Blues Brothers“. Ein weiteres Revival gab es im Jahr 2001, als der Antikriegsfilm „Pearl Harbour“ über die Leinwand flimmerte und dem deutschen Kinobesucher wieder mal vor Augen führte, wie toll, lässig und hip eigentlich Fliegerbrillen sind. Schon sechs Jahre zuvor enterte ein gewisser Thomas Schröder aus Essen alias Atze Schröder die deutschen Kleinkunstbühnen und verpasste den Fliegerbrillen erneut ein neues Image. Schließlich soll die Figur Atze Schröder einen coolen Proll aus dem tiefsten Ruhrpott präsentieren, wobei eine dementsprechende Atzenbrille natürlich nicht fehlen darf. So wurden die Atzenbrillen auch bei den Jugendlichen immer beliebter, schließlich fällt man mit Atzenbrillen extrem auf. Die Atzenbrillen gibt es natürlich nicht nur in der Form, wie der Darsteller Thomas Schröder aus Essen diese trägt, sondern hinsichtlich Form und Farbe in verschiedensten Variationen. Dabei haben die Atzenbrillen meistens verspiegelte Gläser, deren Farbe ebenfalls unterschiedlich sein kann. Außerdem sind die Gläser der Atzenbrillen natürlich dementsprechend groß, damit sie auch mehr als die Augenlider verdecken. So gehen die Atzenbrillen mit Silber verspiegelten Gläsern und Fassungen in den Farben Gold, Schwarz oder Silber in den Geschäften weg wie geschnitten Brot. Auch Atzenbrillen mit bunten Gläsern, die verspiegelt sind, avancierten zum absoluten Trendmodell.

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